Nachdem ein bekannter Internettyrann das Zwitschernetzwerk ausgeixt hat, fragt sich, wie man seine News und Rants in die Welt bringt. Suchmaschinen und die meisten so genannten „sozialen Netzwerke“ habe derart eigene Vorstellungen davon, was ihre Leserinnen und Leser erfahren sollen, dass man mit ihrer Hilfe niemals ein zutreffendes, unabhängiges Bild der Welt verbreiten kann. Es sind wie alle großen Zeitungen Organe der Reichen und Konzerne.
Wie publizieren ?
Anstelle Zeit mit komplizierten Analysen zu vergeuden, haben wir uns entschlossen, nach und nach und nach Gefühl und Wellenschlag eine Reihe Kommunikationskanäle zu erschließen, deren Nutzung uns nicht zu Netzsklaven der Internetmonopole macht oder in den Augen unserer Freunde kompromittiert. Vollkommen kommt man um die liaisons dangereuses nicht herum, denn das Internet ist schon vor Jahrzehnten aus der unviersitären Betreuung entlassen in die Hände kapitalistischer Konzerne geraten. Wir leben und schwimmen darin wie fröhliche Fische in Gewässern aus zweifelhaften Quellen. Mit reitenden Boten und Botschaften auf Papyri wollen wir uns dennoch nicht zufriedengeben.
Webhosting
Es geht nie ohne Kompromisse, auch nicht beim technischen Unterbau. Den ganz Großen vertrauen wir bereits seit Jahrzehnten nicht mehr, seit zuerst Strato, sodann die Telekom und zuletzt OVH Millionen von Websites verschlampt, verbrannt und auf jede unvorstellbare Art vernichtet haben. Allein deren Größe im Vergleich zu einem Kleinstverlag mit null bis vielleicht einmal mehreren zehntausend Euro Jahresumsatz verbietet es, uns auf millionen- oder milliardenschwere Konzerne einzulassen. Von diesen Anbietern verursachten Datenpannen und -verlusten wären wir wehrlos ausgeliefert.
Selfhosting scheidet ungeachtet technischer Kompetenz ebenfalls aus, weil die Vielzahl der damit verbundenen Aufgaben die verlegerische Tätigkeit in den Hintergrund rücken lassen würde. Selfhosting setzt redundante Internetzugänge und Stromversorgung, eigene IPv4 Teilnetze und Serverhardware voraus, die jeden Monat hohe Kosten verursachen. Darüber sprechen wir später noch einmal, wenn der Bettlerverlag sich eine eigene Administratorin leisten kann.
Wir kommen seit Jahren immer wieder zu dem Ergebnis, dass wir am besten bei mittelständischen Betreibern von Rechenzentren aufgehoben sind, die uns persönliche Ansprechpartner bieten und nicht mit unangekündigten AGB-Kapriolen unsere Zeit stehlen. Unter diesen haben wir aufgrund langjähriger guter Erfahrungen den Gunzenhausener Hetzner gewählt. Zuletzt haben uns dessen Preise und Angebote ins Grübeln gebracht, aber wir sind zur Zeit nicht bereit, viel Zeit in Tests und Vergleiche mit ähnlichen Anbietern zu investieren. Das werden wir angehen, wenn der Bettlerverlag neue Services aufsetzen sollte, die über das Bekannte hinausgehen.
Websites
Wir entwickeln weiter unter SPIP, denn es gibt keine andere Plattform, die besser zu uns passt. Dieses CMS kommt mit shared hosting zurecht oder kann durch bare metal und cloud Server bei großen Datenmengen und Lastspitzen erweitert werden. Was will man mehr.
Social netzworks
Ganz ohne Klappern kam Handwerk noch nie aus, und das Verlagshandwerk macht davon keine Ausnahme. Also nehmen wir, was wir technisch und moralisch vertreten können. Eine US-Firma muss dabei sein, um die Tür in diese Welt offen zu halten. Natürlich muss die Plattform ein Minimum an Transparenz und Datenschutz bieten und auf offenen Protokollen und Schnittstellen beruhen, die uns voraussichtlich keine Steine in den Weg legen werden. Schon zu Dorseys Zeiten war Twitter in dieser Hinsicht „unter aller Kanone“ und ist heute als „X“ endgültig ungeeignet für verantwortungsvolles Publizieren.
Der Bettlerverlag auf Bluesky
https://bsky.app/profile/bettlerverlag.de
https://bsky.app/profile/bettler
Bluesky ist der für uns ertägliche Kompromiss. Zusammenarbeit mit wohlmeinenden Kapitalisten ist Pflicht.
siehe ...
https://bsky.social/about/faq
https://en.wikipedia.org/wiki/Bluesky#Corporate_structure
Bluesky Dokumentation
https://github.com/bluesky-social
https://atproto.com/
https://docs.bsky.app/docs/advanced-guides/atproto
https://blueskyweb.zendesk.com/hc/en-us
Unser Herz hängt am Fediverse und damit am Mastodon.
Weil wir in Berlin arbeiten und weil uns der Betreiber von berlin.social gefällt, haben wir einen Account bei dieser Instanz angelegt.
Der Bettlerverlag auf Mastodon / berlin.social
https://berlin.social/@bettlerverlag
Die cepharum GmbH und ihr Geschäftsführer Thomas Urban befinden sich in unserer Nähe, sind kein Großkonzern und sind ansprechbar. Das passt.
Über die Vor- und Nachteile von Mastodon ist viel gesagt worden. Das ersparen wir uns hier.
Damit es nicht so technisch bleibt, hier zum Abschluss ein wenig blauer Himmel.

Die Stadtteilzeitung Schöneberg hat was zu Bluesky 1880.
"Komm mit nach Friedenau, da ist der Himmel blau" Konzertchor Friedenau
http://www.stadtteilzeitung-schoeneberg.de/2005/mai/2konzertchor.htm
In der Mopo vom 25.10.2008 lesen wir den Text des Lieds zusammen mit ein paar weiteren Informationen.
https://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article103030343/4-Die-Friedenau-Hymne.html
Um 1880 entstand die “Friedenauer Nationalhymne“
Die Friedenau-Hymne"Komm’ mit nach Friedenau, da ist der Himmel blau,da tanzt der Ziegenbock mit seiner Frau Galopp,da lacht der lieben Kuh der Ochs’ so freundlich zu.Komm’ mit nach Friedenau, da ist der Himmel blau."
Weiter heißt es in der Mopo
Carl Breer schrieb dann im Jahr 1924 eine "Friedenauer Ode" mit dem Titel "Kinder, war’n das Zeiten". Dort heißt es unter anderem: "Am Sonntag ging’s nach Friedenau, da war der Himmel immer blau, ganz langsam mit der Töff-Dampfbahn kam man in gut zwei Stunden an. Dann schrieb man Ansichtskarten in einem Kaffeegarten."
Später, so ab 1900, wurde aus der Friedenauhymne die Lindenauhymne.
https://www.volksliederarchiv.de/jetzt-gehts-nach-lindenau/ (mit Musik)
https://www.volksliederarchiv.de/kommt-mit-nach-lindenau/
Jetzt geht’s nach Lindenauda ist der Himmel blauda tanzt der Ziegenbockvergnügt im bunten Rock
oder
Jetzt geht’s nach Lindenauda ist der Himmel blauda tanzt der Ziegenbockmit seiner kleinen FrauDa spricht die liebe Kuhdem Ochse freundlich zuJetzt geht’s nach Lindenauda ist der Himmel blau
oder ganz lang
Bei Leipzig liegt ein Örtchen / Kommt mit nach Lindenau
Bei Leipzig liegt ein Örtchenda ist es sehr schönda kann man des Sonntagsder Päärchen viel sehndas Örtchen ist sehr traulichgemütlich und auch feindrum lad ich euch allennach Lindenau jetzt einKommt mit nach Lindenauda ist der Himmel blauda springt der Ziegenbockauf grüner AuDort brüllt der lieben Kuhder Ochse freundlich zudrum kommt nach Lindenauda ist der Himmel blauEin Weibchen erwartet von Stund zu Stundmit Sehnsucht das Männchendas nimmermehr kommtDoch der hat nen Affensein Kopf ist ihm so schwerdrum kommt er ja heuteauch gar nimmermehrDer liegt in Lindenau….Ein Ehemann ist lustigsein Weib ist schon sehr altsie macht ihm oft Spektakelda hilft er sich dann baldEr packt sie in den Wagendie Koffer auch dazuund flüstert dann dem Kutschergar still und leise zuFahr sie nach Lindenau….Und reitet dann des Sonntagsgar flott der Herr Kommißhoch droben zu Rossegar stolz wie ein GeniePlumps da liegt er im Sandesein Pferdchen läuft ihm wegund er liegt dann druntenim tiefen GassendreckDer wollt´ nach Lindenau….Und geht man des Morgensdie Straße dann entlangda sieht man dann Leutees wird einem bangDie sehen ja so fraglichund sonderbarlich ausdie kommen aich gewiß doch nichtso ganz direkt vom HausDie kommen von Lindenau….Merke , blauer Himmel wird überall gerne genommen.
Soweit die zum Wetter nicht ganz passenden Osterzitate.
Der Bettlerverleger wünsch allzeit blauen Himmel :-)
